Wie können unsere Behörden dem Discounter „Action“ erlauben, sich in der Schweiz niederzulassen?
Der unschlagbare Champion der Tiefstpreise, die niederländische Ladenkette „Action“, will die Konkurrenz in der Schweiz vernichten. Ihr Modell basiert, wenig überraschend, auf einer rigorosen und destruktiven Preispolitik. Nebst unschlagbaren Preisen bietet der Discounter jede Woche 150 neue Produkte an. Ein wahres Paradies für die Konsumenten… Wirklich? Und wie ist es für den Bürger? Für die Gesellschaft?
Was verbirgt sich hinter dieser rigorosen Preispolitik?
Grosseinkäufe, um den niedrigstmöglichen Preis zu erzielen, und wenn die Lieferant*innen daran zugrunde gehen, ist das eben Pech für sie. Kein Produkt wird in der Schweiz hergestellt. Sie werden alle in Ländern produziert, in denen inakzeptable Praktiken in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und natürliche Ressourcen vorherrschen.
Die Auswirkungen dieser Art von Handel:
- Unsere Detailhändler, die sich an Tarifverträge halten und Lernende ausbilden, werden geschwächt und verschwinden möglicherweise sogar. Währenddessen werden sie sich umstrukturieren, d. h. Entlassungen vornehmen.
- Diese Produkte zu unschlagbaren Preisen sind sicherlich von schlechter Qualität, nicht reparierbar, nicht recycelbar und werden unsere Mülltonnen, die bereits mit Produkten von Temu und anderen Online-Discountern überquellen, noch weiter füllen.
Folgen für die Gesellschaft:
- Verlust von Arbeitsplätzen und einige wenige Arbeitsplätze mit Niedrigstlöhnen. Dies wird für die Gesellschaft mit hohen Kosten verbunden sein (Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe).
- Verlust von Lehr- und Ausbildungsplätzen für junge Menschen.
- Anstieg der Kosten für die Abfallentsorgung.
- Schädliche Auswirkungen auf die Umwelt (Umweltverschmutzung, Transport usw.) hier und im Herstellungsland.
Ganz zu schweigen von der mangelnden Kohärenz unserer Politik in Bezug auf Nachhaltigkeit.
Warum diese Wettbewerbspolitik? Wollen wir einigen wenigen ein maximales Einkommen garantieren oder eine Gesellschaft fördern, die allen zugute kommt?
Willy Cretegny – La Vrille
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